Geschichte-Hotel Stift in Lindau am Bodensee

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Die bewegte Geschichte des Hauses

  • Um 810 gründete Adalbert von Rätien auf der im Bodensee gelegenen Insel ein Kanonissenstift. Das »Unserer Lieben Frau unter den Linden« geweihte Kloster sollte zur Keimzelle Lindaus werden, da Kelten und Römer zuvor nur das Festland besiedelt hatten. 1079 wurde der Festland-Markt auf die Insel verlegt und entwickelte sich schnell zum Mittelpunkt der nun entste¬henden Stadt.

  • 1220 wurde Lindau zur Reichsstadt erhoben und schürte so die Rivalität zwischen Stadt und Kloster. Das klösterliche „Stift” musste die Herrschaft über die Insel aufgeben. Zum Ausgleich erlangte es 1460 den Rang einer reichsunmittelbaren Fürstabtei, in der die Töchter der vornehmsten Adelsgeschlechter wohnten.

  • 1802 wurde das Kanonissenstift im Zuge der Säkularisierung aufgelöst. Zusammen mit der ihrer Reichsfreiheit beraubten Stadt gelangt das Stift 1805 an Bayern. In den Stiftsgebäuden brachte man das Landratsamt unter und die ehemalige Stiftskirche diente seitdem als katholischen Pfarrkirche.

  • Seit dem Mittelalter befanden sich die Klausurbauten im Süden der Kirche. Die Trakte wurden 1728 bei einem verheerenden Stadtbrand zerstört. Beim Wiederaufbau erhalten Stift, Stiftskirche und Markt (Haus zum Cavazzen = Stadtmuseum, Haus zum Baum¬garten = Marktplatz 4) das barocke Gepräge, das sie bis heute kennzeichnet.

  • 1731 errichtete die Stadt Lindau am heutigen Standort des Hotel Stift, die Haupt-wache für die Bürgerwehr. Von 1816 bis in die 60er Jahre des 18. Jahrhunderts wurde die Hauptwache als Wachlokal des 11. bayrischen Infanterie Regiment genutzt. Und weil die Bürgerwehr hier sehr viel Zeit verbrachte, wurde eine Schulstube und Wohnungen angebaut (die heutige Rotisserie). Seitdem dient das Gebäude auch als Gasthaus.

  • 1951 ließ die Brauerei Simmerberg die Ställe und Nebengebäude abreißen und baute alles neu auf (Cafe und Garage). Seitdem steht das Hotel Gasthof Stift so wie man es heute sieht. Die Frontseite des Hotels im ersten Stock zieren eine weibliche und männliche Herme (Nymphe und Faun). Diese Figuren erinnern an den unaufhörlichen Streit zwischen den einst auf der Insel vorherrschend adligen (und nicht immer frommen) Damenstift und den Bürgern.
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